OUR WEEKLY RECOMMONDATION

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Woodstock

Portugal. The Man

Nach vier Jahren Albumstille melden sich Portugal. The Man mit der bisher poppigsten Scheibe zurück. Sanfter Rock mit luftigen Riffs trifft auf John Gourleys smoothe Kopfstimme, die sofortiges Zucken im Bein verursacht. Eine Prise Jackson, bisschen Timberlake und ganz viel Sex-Appeal lassen spätestens beim zweiten Track «Easy Tiger» die steifsten Hüften kreisen. Schnell das Handtuch über die Schulter geworfen, in die Adiletten und Badehosen geschlüpft, bietet «Woodstock» die erstklassige Tonspur für den Sprung ins kühle Nass. (G)

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Iteration

Com Truise

Was wäre die Nacht ohne Dunkelheit? Und was wäre die Dunkelheit ohne düstere Tanzmusik? Das hat sich wohl auch Com Truise gedacht und beschenkt uns deshalb mit tiefen Bässen und galaktischen Melodien. Mit Sidestep und Hüftekreisen stampfen wir uns ganz nah an die 80er und verlieren uns im Neon-Nebel. Auf Gesang verzichtet der New Yorker auf dem Album «Iteration» gänzlich. Ab und an flüstert eine Stimme verführerische Floskeln, doch das Werk kommt rein instrumental sehr gut an in den Beinen. (G)

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Modern English Decoration

Ulrika Spacek

Ein Jahr nach "The Album Paranoia" folgt "Modern English Decoration" - noch immer krautig, im Hall verdreht und trotz Lärm ganz schön verträumt. Rhys Edwards Stimme webt sich wie ein Hauch durch die dicken Gitarrenschwaden und verknüpft sich zum Psych-Teppich. Musik für Tagträumer, müde Romantiker und alle, die gerne in der Melancholie verweilen. (G)

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Green Twins

Nick Hakim

Schleppende Beats, eine soulig-warme Stimme und feine Gitarrenriffs umarmen sanft und schaukeln einen in die weichste Harmonie. Raffinierte elektronische Feinstarbeit trifft auf Trip-Hop-Elemente und Jazz. Nick Hakim zeigt uns auf seinem Debüt "Green Twins", wie er uns mit seiner Stimme bezirzen kann - sei dies mit High Notes oder tiefen, kratzigen Tönen. LoFi-Soul klang schon lange nicht mehr so sexy. Oder überhaupt? (G)

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Dear John

Lord Kesseli And The Drums

Die Schweizer Lord Kesseli and The Drums mischen mit ihren lärmigen und intensiven Live-Shows schon länger die Schweizer Musikwelt auf. Mit der neuen Single «Dear John» taucht das Duo erneut in die tiefen der Finsternis ab. Trotz Weihrauch-Nebel und Krach finden sie die perfekte Balance zwischen Metall und Romantik. So entstehen die zärtlichsten Science-Fiction-Hymnen mit Hang zum Drama. (G)